Sportwagen aus Westfalen von Wiesmann
Als Hersteller für Cabriolet-Hardtops wurde das Unternehmen Wiesmann im münsterländischen Dülmen im Jahr 1988 von den Brüdern Wiesmann gegründet. Den beiden Autoenthusiasten schwebte jedoch zugleich vor, klassisch designte Roadster als Eigenentwicklung zur Marktreife zu bringen, die nach individuellen Kundenwünschen in Kleinserien gebaut werden sollten. In der Wiesmann Produktionsstätte wurden dazu Abteilungen für Kfz-Elektronik, Schlosserei, Karosseriebau, Sattlerei sowie der Montagebetrieb in einer Manufaktur zusammengefasst, um den Anspruch von Sportwagen exklusiv made in Germany zu dokumentieren.
In den Wiesmann-Modellen arbeiten Motoren von BMW Die Produktion der ersten eigenen Modelle startete Anfang der 1990er Jahre mit einem Roadster. Verarbeitet wurden für die Karosserien aus dem Rennsport erprobte Materialien wie glasfaserverstärkte Kunststoffe und das Leichtmetall Aluminium. Bei der Antriebstechnik setzten die Münsterländer auf Entwicklungen vom Motorenbauer BMW. Im Jahr 2001 wurde der deutsche Wiesmann-Club gegründet, der regelmäßige Touren und Treffen für die Fans der Marke mit Gecko-Logo organisiert.
Roadster und Coupés von Wiesmann Die ersten Roadster-Modelle mit V6-Motor verließen in der Baureihe MF 30 und später in der PS-stärkeren Reihe MF 3 ab dem Baujahr 1993 das Werk in Dülmen. Im Jahr 2009 wurde das Roadster-Programm durch das kräftiger motorisierte V8-Modell Wiesmann MF 4 ergänzt. Die Produktion des ersten Coupés Wiesmann GT MF 4 startete im Jahr 2005. Drei Jahre später folgte mit dem Wiesmann GT MF 5 das Topmodell der Coupé-Reihe, in dem erstmals ein V10-Motor verbaut wurde.