Die beiden ersten VW-Modelle haben Symbolkraft
Mit dem VW Käfer und dem Bulli prägte Volkswagen als Kernmarke des 1937 gegründeten gleichnamigen Wolfsburger Fahrzeugherstellers nach 1945 mit zwei Modellen die deutsche Automobilgeschichte. Dabei symbolisierte der VW Käfer nicht nur den Wirtschaftsaufschwung, sondern lange Zeit zugleich auch die Marke Volkswagen. Bis in die 1970er Jahre bildete er die Grundlage für andere frühe VW-Typen. Auf Käfer-Basis entstanden etwa die Limousinen, Kombis und Coupés der Mittelklasse-Baureihe VW 1500 oder die Coupés und Cabriolets der bis 1974 gebauten Karmann-Ghia. Inzwischen hat sich um die historischen VW-Modelle eine der ausgeprägtesten Club-Szenen Deutschlands entwickelt. Allein dort gibt es über 70 Bulli-Vereine, Käfer-Clubs und Organisationen von Käfer Cabrio Fans. Und auch Volkswagen arbeitete daran, den Mythos VW Käfer weiterleben zu lassen, indem der New Beetle 1997 als Retromodell aufgelegt wurde.
Erweiterung der Modellpalette bis zur Oberklasse
Die lange Phase der Konzentration auf die Käfer-Technik und auf einige wenige Modelle wurde erst mit der Einführung des VW Passat 1973 beendet. Mit dem 1974 präsentierten Käfer-Nachfolger VW Golf startete eine Modelloffensive, mit der die Marke VW als Anbieter von Kleinwagen, Sportcoupés, Targas wie dem VW Porsche oder Mittelklasse-Limousinen und Kombis breiter aufgestellt wurde. Zum Vollanbieter in allen Fahrzeugsegmenten wurde VW mit dem Einstieg in die Oberklasse, der im Jahr 2002 mit dem VW Phaeton vollzogen wurde. Parallel dazu entwickelte sich das Unternehmen Volkswagen zu einem Dachkonzern, in dem die Pkw-Marken VW, Audi, Porsche, Seat, Škoda, Bentley, Bugatti und Lamborghini vereint waren.
Limousinen und Kombis von VW
Als Einstiegsmodell brachten die Wolfsburger 1998 den VW Lupo heraus, der vom VW Fox abgelöst wurde. In der Kleinwagenklasse war VW mit dem erstmals 1975 gezeigten VW Polo präsent, der als Schrägheck-Limousine und vorübergehend auch als Kombi gebaut wurde. Im Baujahr 1974 kam die erste Generation des VW Golf auf den Markt, der wie der VW Käfer eines der weltweit meistverkauften Fahrzeugmodelle wurde. Als Stufenheck-Limousine wurde er unter den Namen VW Jetta, Vento und Bora vermarktet. In der Mittelklasse bot VW den als Limousine und Kombi erhältlichen Passat an. Die Oberklasse-Limousine Phaeton rundete das Modellprogramm 2002 nach oben hin ab.
Coupés, Cabriolets, Vans, SUV und Kleintransporter von VW
Nachdem die Produktion der Sportcoupés Scirocco und Corrado Mitte der 1990er Jahre eingestellt worden war, zeigten die Wolfsburger 2008 mit der Wiederauflage des Scirocco sowie mit dem Passat CC gleich zwei neue Coupé-Modelle, die dem Coupé-Cabriolet VW Eos beiseitegestellt wurden, der die Golf Cabriolets ersetzt hatte. In der Van-Klasse waren die Wolfsburger mit dem VW Touran, dem Golf Plus sowie mit der Großraumlimousine Sharan vertreten. Als SUV standen der VW Touareg und der kleinere VW Tiguan im Programm. Im Bereich der Hochdachkombis und Kleintransporter bot VW den Caddy und den VW Transporter an.