Mit robusten Limousinen und Kombis prägt Volvo skandinavische Fahrkultur
Der schwedische Autohersteller Volvo prägte zusammen mit seinem Konkurrenten Saab die spezifisch skandinavische Automobilkultur, die traditionell für Fahrsicherheit und Langlebigkeit der Karosserien steht. Mit einem innovativen Rostschutz in den 1940er Jahren und den weltweit ersten Serienautos mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten im Modell Volvo Amazon von 1959 setzte Volvo diese Ansprüche in die Praxis um. Limousinen und Kombis der Mittelklasse bilden bis heute den Schwerpunkt der Volvo-Produktion. Modelle wie der Amazon und der in Deutschland später unter dem Namen Buckelvolvo bekannt gewordene Volvo PV 444/544 zählen neben den Sportcoupés und coupéartigen Kombis der Baureihe Volvo P 1800 zu den Classic Cars des schwedischen Herstellers. Die historische skandinavische Fahrkultur wird auch in Deutschland von mehreren Volvo-Clubs mit zahlreichen regionalen Gruppen gepflegt.
Ausbau der Modellpalette und die Übernahme durch Ford
Während die Schweden mit ihrem Mittelklasse-Programm als einer der ersten europäischen Pkw-Hersteller bereits seit 1955 auf dem nordamerikanischen Markt vertreten waren, wurde mit der Übernahme des niederländischen Autobauers DAF im Jahr 1975 die Volvo-Produktpalette für Europa um Fahrzeuge des Kleinwagensegments wie den Volvo 66 und die kompakte Volvo 300er-Reihe erweitert. Im Jahr 1999 verkaufte der Volvo-Konzern seine Pkw-Sparte an den US-Hersteller Ford.
Limousinen und Kombis von Volvo
Nachdem Volvo in den 1990er Jahren die Fertigung der Kompaktwagen Volvo 340 und 360 hatte auslaufen lassen, erschien in der Tradition des bis 1995 gebauten Steilheck-Coupés Volvo 480 im Jahr 2006 als neues Einstiegsmodell der . Auf die ausschließlich als Limousinen gefertigten Mittelklassemodelle Volvo 460 folgte ab dem Baujahr 1996 der Volvo S 40. Die Kombiversion Volvo V 40 wurde dann im Jahr 2004 durch den Volvo V 50 abgelöst. Die seit 1974 fast zwanzig Jahre lang produzierte Baureihe Volvo 240 fand ab 1991 im Volvo 850 ihre Fortsetzung. Dieser wurde fünf Jahre später durch den Volvo S 70 und der Kombiversion Volvo V 70 ersetzt. Als Topmodell boten die Schweden nach dem Volvo 960 und S 90/V 90 den Volvo S 80 an, der nurmehr als Stufenheck-Limousine vom Band rollte.
Cabriolets, Coupés und SUV von Volvo
Nach dem legendären Volvo P 1800 ES, der in Deutschland den Beinamen Schneewittchensarg bekommen hatte, präsentierte der Hersteller mit dem Volvo 262 C im Baujahr 1977 erstmals wieder ein Coupé, das im Volvo 780 Mitte der 1980er Jahre einen Nachfolger fand. Über zehn Jahre vergingen, bis mit dem Volvo C 70
ein neues Modell auf den Markt kam, das in zwei Karosserieversionen als Coupé und Cabriolet gefertigt wurde. In der SUV-Klasse war der Hersteller ab dem Baujahr 2002 mit dem Volvo XC 90 vertreten. Das SUV-Coupé Volvo XC 60
feierte im 2008 Premiere.