Tata Motors
Indien ist für vieles bekannt: für das sagenumwobene Taj Mahal, den legendären Mahatma Gandhi, das Wirken der heiligen Mutter Teresa und vieles mehr. Nicht jedoch für Autos. Dabei existiert in Indien mit Tata Motors ein Automobilhersteller mit internationalen Ambitionen. Zunächst agierend als Lokomotivenproduzent, entwickelte sich Tata dank Kooperationen mit Daimler-Benz innerhalb einiger Jahre zum Nutzfahrzeughersteller. Mit über 20.000 Mitarbeitern ist Tata heute der größte Automobilhersteller Indiens und zählt zu den 2.000 größten Unternehmen der Welt.
Geschichte
Am Anfang stand die Tata Engineering and Locomotive Co. Ltd. Dies war 1945, und wie schon der Name verrät, lag das Augenmerk in diesen Anfangszeiten auf der Herstellung von Lokomotiven. Durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen - vornehmlich aus dem europäischen Raum - wurde 1961 der erste Schritt auf den internationalen Markt getan. Durch die Produktion von immer mehr Nutzfahrzeugen wuchs Tata weiter, bis 1994 der erste PKW gebaut wurde. Dies geschah erneut in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz.
Seit 2004 ist Tata an der New Yorker Börse notiert. Durch diesen Schritt war es Tata 2008 möglich, traditionsreiche Marken wie Jaguar und Landrover vom strauchelnden Automobilriesen Ford zu kaufen, was nicht bloß eine weitere Vergrößerung des eigenen Portfolios war, sondern zudem ein weiterer Schritt in den starken europäischen Automobilmarkt.
Vision: "Best in the manner in which we operate, best in the product we deliver, and best in our value system and ethics."
Seit jeher verfolgt Tata Motors das Ziel, nicht bloß Autos zu bauen, sondern dies nach ganz bestimmten Leitsätzen zu tun, die jeden Bereich des Automobilbaus betreffen, aber das gemeinsame Ziel äußern, in jeder Hinsicht höchsten Ansprüchen zu genügen, sowohl technisch als auch ökonomisch und menschlich. Dieser Slogan ist praktisch die Firmenphilosphie Tatas und wird von den beinahe 24.000 Mitarbeitern verinnerlicht.
Die Autos
Fahrzeuge von Tata sind bislang nicht allzu häufig in der freien Wildbahn der deutschen Autolandschaft zu sehen. Relativ verbreitet jedoch ist der Pickup Tata Xenon (oder auch TL Sprint). Der jüngste Versuch, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, besteht allerdings im Launch des Tata Nano, einem Kleinstwagen, der mit einem Neupreis von etwa 1.400 Euro das günstigste Auto der Welt sein soll.