Die Entwicklung der Marke Talbot
Das im Jahr 1903 als Importeur französischer Automobile in Großbritannien gegründete Unternehmen Talbot begann Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit der Montage aus Frankreich zugelieferter Teile mit der Herstellung von Pkw unter dem eigenen Markennamen. Unter italienischen Eigentümern entwickelte Talbot bis Ende der 1950er Jahre mit Rennwagen und selbst konstruierten Sportcoupés sein Image als Produzent von sportlichen Automobilen und luxuriösen Oberklasse-Limousinen. Nach dem Verkauf an die französische Firma Simca und nach deren Übernahme durch den US-Autobauer Chrysler wurden die Simca-Chrysler Modelle in Europa von 1977 bis 1980 unter dem Namen Talbot verkauft. Danach produzierte der neue Markeneigner Peugeot noch bis Mitte der 1980er Jahre Modelle der Kleinwagen- und Mittelklasse sowie Kleintransporter unter den Bezeichnungen Talbot, Talbot-Matra und Talbot-Simca.
Limousinen, Kombis, Coupés, Cabriolets und Kleintransporter von Talbot Das erste Modell nach der Wiederbelebung der Marke Talbot durch Peugeot war der 1977 vorgestellte Talbot Sunbeam, dem der bis 1986 als Limousine und Cabriolet gebaute kleinere Talbot Samba nachfolgte. Als Limousine und Kombi erschien 1978 der Talbot Avenger, der bis 1981 im Programm blieb, das in der Mittelklasse durch die Limousine Talbot Tagora (1980-1983) ergänzt wurde. Auf Grundlage von Simca-Entwicklungen kamen in der Kompaktklasse der Talbot 1100 (1980-1985) und der Talbot Horizon auf den Markt. Auf Basis von Modellen des zum Peugeot Konzern gehörenden Herstellers Matra erschienen die Sportcoupés Talbot-Matra Bagheera und Murena. Als Hochdachkombi wurde der Talbot-Matra Rancho (1977-1983) angeboten. Mit dem Kleintransporter Talbot Express wurden bis 1992 dann die vorerst letzten Fahrzeuge der Marke Talbot produziert.