Das Design kommt von Seat, die Technik aus dem VW-Konzern
Der im Jahr 1950 gegründete spanische Autoproduzent Seat kam 1986 unter das Dach des VW-Konzerns und wurde dort als Marke für kleine und kompakte Pkw mit einem eigenständigen Designanspruch und sportlicher Fahrleistung etabliert. Während sich das Erscheinungsbild die Marke deutlich von den parallelen Baureihen der anderen VW-Töchter abgrenzen soll, greifen die spanischen Konstrukteure bei Motoren, Fahrwerk und Plattformen auf Entwicklungen von VW, Audi oder Škoda zurück. Technisch basieren die Seat-Baureihen somit auf verschiedenen Modellen unterschiedlicher Hersteller innerhalb des Volkswagenkonzerns. Bereits Mitte der 1980er Jahre lieferte auch Porsche für den Seat Ronda die Aggregate zu. Längst haben Tuningfreunde die Performance der Seat-Modelle für ihr Hobby entdeckt, über das sie sich auf sportlichen Rennevents, in Internetforen oder bei regionalen Seat-Clubtreffen austauschen.
Das Coupé Seat 1430 ist das erste Seat-Modell auf dem deutschen Markt
Vor der Ära VW fertigten die Spanier unter ihrem Markennamen in erster Linie
Lizenzmodelle von Fiat. Dazu zählten der Seat Marbella, baugleich mit dem Fiat Panda, oder die Mittelklasse-Limousine Seat 131. Darüber hinaus wurde mit dem Sportcoupé Seat 1200 aber auch eine Eigenentwicklung auf den Markt gebracht. Das stärker motorisierte Coupé Seat 1430 war im Jahr 1977 das erste Modell der Spanier, das auch in Deutschland verkauft wurde. Nach der Übernahme durch Volkswagen sollte ein zunehmend eigenständiges Design die Marke nun auch in der Kompakt- und Mittelklasse besser wahrnehmbar machen. Komplettiert wurde das Programm durch den bis 2003 gefertigten Hochdachkombi Seat Inca, den im Baujahr 2004 erstmals gezeigten Kompaktvan Seat Altea sowie durch die Großraumlimousine Seat Alhambra.
Neue Limousinen und Kombis sollen die Seat-Mittelklasse stärken
Nach dem Auslaufen des Seat Marbella bildete der auf Grundlage des VW Lupo gefertigte Seat Arosa bis zum Baujahr 2004 das Einstiegsmodell bei Seat. In mehreren Neuauflagen seit 1984 wurde in der Kleinwagenklasse überdies der ursprünglich vom Vater des VW Golf, Giorgetto Giugiaro, gezeichnete Seat Ibiza als Schrägheck-Limousine angeboten. Die Stufenheck-Limousinen und Kombis der Reihe führten den Namen Seat Cordoba. In der Kompaktklasse war Seat mit der fünftürigen Limousine Seat León seit 1999 vertreten. Die Spitzenmodelle waren der als Nachfolger des Seat Malaga 1991 eingeführte Seat Toledo sowie der 2009 ins Programm aufgenommene Seat Exeo, der als Limousine und Kombi auf den Markt kam und sich die Plattform mit dem Audi A 4 teilte.