Die Lizenzbauten von Santana gelten als Alternative zu britischen Offroadern
Der im Jahr 1956 als Landmaschinenhersteller gegründete spanische Offroad-Spezialist Santana Motor etablierte sich ab Ende der 1950er Jahre als Hersteller von Geländewagen. Grundlage für die Entwicklung von Santana war die bis in die 1990er Jahre laufende Lizenzvereinbarung mit dem britischen Unternehmen Rover/British Leyland. Inhalt der Übereinkunft: Die Spanier durften den Land Rover, später Defender, mit dem Namenszusatz Santana am Kühlergrill in ihrem Werk fertigen. Ab Ende der 1960er Jahre begann Santana, eigene Modelle auf Grundlage des Land Rover zu entwickeln. Die Santana 2000 und der Nachfolger Santana 2500 wurden mit neuen Motoren, technisch modifiziert und mit veränderter Innenausstattung gebaut. Das typische Defender-Design allerdings blieb weitgehend erhalten. Santana Geländewagen gelten deshalb bei Offroad-Enthusiasten als preiswertere Alternative zum britischen Original.
Geländewagen von Santana
Mitte der 1990er Jahre beteiligte sich der japanische Hersteller Suzuki an Santana. Gefertigt wurden nun neben der eigenen Geländewagenserie Santana 2500 die kleinen Offroad-Modelle von Suzuki. Nachdem Santana 1999 wegen finanzieller Probleme einen staatlichen Eigentümer erhalten hatte, wurde die Entwicklung der neuen Baureihe Santana PS-10 vorangetrieben. Dieser stand ab dem Baujahr 2002 in der Nachfolge des bis 1994 gefertigten Santana 2500 und griff wie dieser deutlich das Karosseriedesign des Land Rover Defender wieder auf. Angeboten wurde ab 2004 zudem ein Pickup mit verlängertem Radstand. Auf Basis des Suzuki Vitara entstanden weiterhin die Santana S 300 und S 350. Im Jahr 2008 wurde für die italienische Iveco die Produktion des Geländewagens Massif aufgenommen, die Iveco allerdings unter dem eigenen Markennamen vermarktete.