Um die Kernmarke Renault gruppieren sich globale Partner
Der im Jahre 1898 gegründete Automobilhersteller Renault ist neben dem fusionierten Peugeot-Citroën-Konzern der letzte unabhängige Fahrzeughersteller Frankreichs. Nach seiner Verstaatlichung 1945 und der Reprivatisierung ab 1990 versuchte sich Renault mit Beteiligungen am japanischen Autobauer Nissan, an Samsung Motors in Südkorea und am russischen Hersteller des Lada sowie mit der Übernahme des vormaligen rumänischen Lizenzpartners Dacia ab 1999 als globales Unternehmen zu etablieren. Während sich die Kernmarke Renault auf Klein- und Kompaktwagen, Mittelklassemodelle, Vans und Kleintransporter konzentriert, wurde die Tochter Dacia mit dem Modell Logan auch auf den westeuropäischen Märkten als Anbieter von preiswerten Limousinen und Kombis positioniert.
Die verkaufsstärksten Modelle und der sportliche Imageträger Renault Alpine
Die wichtigsten Volumenmodelle des Herstellers sind die Kleinwagen Twingo und Clio, die Baureihe Mégane und die Kompaktvans Scénic. Probleme machte Renault die Verarbeitungsqualität der 2002 präsentierten zweiten Laguna-Generation, die durch Turboladerausfälle und regelmäßige Letztplatzierungen in der deutschen TÜV-Mängelliste auffiel. Der Versuch, mit dem Vel Satis in der oberen Mittelklasse Fuß zu fassen, scheiterte ebenso wie das Designexperiment Avantime. Legendäre Modelle von Renault wurden die bis 1992 in Konkurrenz zum Citroën 2 CV gebauten Renault R 4 sowie die Sportcoupés und veredelten Serienfahrzeuge, die ab 1955 als Renault Alpine auf den Markt kamen. Gerade um diese Fahrzeuge herum hat sich ein reges Clubleben mit Fahrertreffen und Rennsportveranstaltungen entwickelt.
Limousinen, Kombis, Coupés und Cabriolets von Renault
Als Nachfolger des kleinen Renault 5 wurde ab 1990 der Renault Clio auf den Markt gebracht, der im Baujahr 2005 erstmals als auch Kombi produziert wurde. Das Einstiegsmodell Renault Twingo feierte 1993 seine Premiere. Als Limousine, Kombi, später auch als Coupé und Cabriolet kam der auf den Renault 19 folgende Mégane auf die Straße. In der Mittelklasse waren die Franzosen nach den Baureihen Renault 21 und Safrane mit dem Vel Satis und dem Laguna vertreten, der als Limousine, Kombi und seit 2008 auch als Coupé angeboten wurde.
Vans, Hochdachkombis und Kleintransporter von Renault
Bereits im Jahr 1984 war Renault mit Europas erster Großraumlimousine Renault Espace auf den Markt gekommen, die vom Tochterunternehmen Matra entwickelt worden war. Auf Grundlage des Mégane wurde 1996 dann der erste Kompaktvan Mégane Scénic vorgestellt, der später als Renault Scénic eine eigene Baureihe bildete. Mit dem Minivan Renault Modus ergänzte Renault ab 2004 seine Van-Palette. Alle Modelle werden mit dem Namenszusatz „Grand" (frz. groß) auch in einer verlängerten Version angeboten. Im Jahr 2008 nahm der Hersteller mit dem in Zusammenarbeit mit Samsung gebauten Renault Koleos den ersten SUV in sein Fahrzeugprogramm auf. Als Pkw oder Nutzfahrzeug wurde der Hochdachkombi Renault Kangoo 1998 als Nachfolger des Renault Rapid präsentiert. Im Bereich der Kleintransporter sind die Franzosen mit dem Renault Trafic und dem Master vertreten.