Der Porsche 911 wird zum Markenzeichen des Sportwagenherstellers
Als Deutschlands einziger unabhängiger Autobauer, der lange Zeit ausschließlich Seriensportwagen herstellte, bildete Porsche vor seiner Integration in den VW-Konzern über Jahrzehnte eine Ausnahmeerscheinung in der Automobilindustrie. Ausgehend vom 1948 vorgestellten Ursprungsmodell, dem als Coupé, Cabriolet und Roadster gebauten Porsche 356, konzentrierte sich das Unternehmen in der Hand der Gründerfamilie fast dreißig Jahre lang auf eine einzige Baureihe: den Porsche 911. Dessen Design blieb seit Einführung des ersten 911er-Modells 1963 wiederum fast dreißig Jahre lang in seinen Grundzügen unverändert. Das Festhalten an klassischen Formen, am sportlichen Purismus unter Komfortverzicht und an technischen Besonderheiten wie dem luftgekühlten Boxer-Heckmotor schufen ein hohes Identifikationspotential. Anders ausgedrückt: Die Gemeinde der Porschefahrer liebt ihren 911er. Eine Leidenschaft, die in speziellen 911er-Vereinigungen dokumentiert wird, die sich neben den allgemeinen Porsche-Clubs etabliert haben.
Neue Modelle erweitern die Produktpalette von Porsche
Wenn die klassische Modellpolitik auch dazu beitrug, Porsche zu einer unverwechselbaren Premium-Marke heranwachsen zu lassen, so wurde in den krisenhaften 1980er Jahren dennoch deutlich, dass die Modellpalette erweitert werden musste. So entstanden nach dem zwischen 1969 und 1976 kurzzeitig gebauten Porsche 914, der kleiner motorisiert auch als VW Porsche auf den Markt gekommen war, die Porsche 924, 944 und 968 als Vorläufer des Porsche Boxster. In der Tradition der Gran Turismo standen hingegen der Porsche 928 und die technisch und optisch erneuerten Porsche 911 ab dem Baujahr 1997. Das Sport Utility Vehicle (SUV) Porsche Cayenne und das viertürige Sportcoupé Porsche Panamera erweiterten nochmals die Modellpalette.
Die Coupés und Cabriolets der Einstiegsmodelle
Nach dem Experiment mit dem als Targa gebauten Porsche 916 brachte der Hersteller im Baujahr 1976 den Porsche 924 als Coupé auf den Markt, dem die Coupés und Cabriolets der Baureihen Porsche 944 und 968 folgten. Unter neuem Namen und optisch am Klassiker Porsche 911 angelehnt, wurde der Roadster Porsche Boxster 1996 als neues Einstiegsmodell vorgestellt. Auf dessen Grundlage entstanden seit 2005 auch die Coupés Porsche Cayman.
Coupé- und Cabriolet-Baureihen und SUV Der Porsche 911 wurde seit dem Baujahr 1974 in den Versionen Carrera und Turbo als Coupé, Cabriolet und Targa produziert. Seit 1993 gab es den Porsche 911 zudem in den Sport-Versionen GT und RS. Im Jahr 2003 stellte Porsche den bis 2006 in Kleinserie gefertigten Roadster Porsche Carrera GT vor, der nach dem Porsche 959 das zweite Modell in der Klasse der Supersportwagen darstellte. Der erste Viertürer der Unternehmensgeschichte feierte mit dem 2009 präsentierten Coupé Porsche Panamera Premiere. In der SUV-Klasse war Porsche seit dem Jahr 2003 mit dem Porsche Cayenne vertreten.