Nissans Weg vom Lizenznehmer zum globalen Partner mit Premiummarke
Mit in Lizenz gefertigten Kleinwagen der britischen Firma Austin, dem ersten Geländewagen Patrol sowie mit Limousinen und Coupés seiner Marke Datsun etablierte sich Nissan ab den 1950er Jahren als einer der wichtigsten japanischen Autohersteller. Im Jahr 1999 gingen die Japaner eine Allianz mit dem französischen Konzern Renault
ein, dessen Kleintransporter seither auch unter dem Markennamen Nissan verkauft werden. Zehn Jahre zuvor hatte Nissan seine neu geschaffene Premiummarke Infiniti in den USA eingeführt. Unter diesem Markennamen wurden später auch Roadster, Sportcoupés und coupéartige Sport Utility Vehicles (SUV) in Europa vertrieben. Mit dem Skyline stellte Nissan in den 1970er Jahren ein straßentaugliches Sportcoupé mit Rennwagenfeatures vor, das als japanisches Muscle Car Kultstatus in der internationalen Drag-Szene und bei europäischen Motorsportfans genießt.
Limousinen, ein kleines Coupé-Cabriolet und ein Minivan von Nissan
Als Einstiegsmodell bot der Hersteller seit 1983 den Kleinwagen Nissan Micra an, der ab 2005 auch als Coupé-Cabriolet im Programm stand. In der Kompaktklasse folgte auf den Nissan Almera und Primera der seit 2004 gebaute Nissan Tiida. Die in Japan noch bis 2004 produzierten Limousinen, Coupés und Kombis der Baureihe Nissan Sunny wurden bereits seit 1994 nicht mehr in Europa verkauft. Nach dem Auslaufen der Mittelklasse-Modelle Nissan Primera, Maxima und Skyline war Nissan in Europa vorerst nicht mehr in dieser Fahrzeugklasse vertreten. In der Van-Klasse bot Nissan nach dem Almero Tino nur noch den Minivan Nissan Note an.
Sportliche Coupés und Cabriolets von Nissan
Nach dem ab 1964 gebauten Coupé Nissan 200 SX und den unter dem Markennamen Datsun verkauften Sportcoupés der Z-Baureihe legte Nissan mit dem 300 ZX zu Beginn der 1980er Jahre ein neues Modell mit sportlichen Ambitionen auf. Mit dem Nissan 350 Z und 370 Z erschienen ab 2003 die Nachfolger, die als Coupé und Cabriolet zu den Händlern kamen. Die Coupés des Nissan Skyline wurden in den 1970er Jahren in Europa zunächst als Datsun 240K-GT vertrieben. In den 1980er Jahren kamen der Skyline GTS und erstmals seit 1970er wieder das Spitzenmodell Nissan Skyline GT-R heraus, dessen Neuauflage ab 2009 wieder in Europa angeboten wurde.
SUV, Vans, Kleintransporter und Nutzfahrzeuge von Nissan Mit dem Nissan Terrano, der nach 2004 als Pathfinder sowie unter dem Namen Navarra als Pickup-Version in den Verkauf kam, präsentierte der Hersteller im Baujahr 1987 seinen ersten SUV nach dem klassischen Geländewagen Nissan Patrol. In den Folgejahren wurden auch kleinere SUV wie der Nissan X-Trail und die als Crossover-Modelle konzipierten Qashqai und Murano angeboten. In der Klasse der Kleintransporter folgte im Baujahr 2002 der Nissan Primastar dem Vanette. In Kooperation mit General Motors und Renault entstanden die als Kleintransporter und Kleinbusse erhältlichen Nissan Interstar, Kubistar und Primastar.