Im Niedrigpreissegment etabliert sich Dacia auf dem europäischen Markt
Der rumänische Autohersteller Dacia war bereits kurz nach seiner Gründung im Jahr 1966 eng mit dem französischen Unternehmen Renault verbunden. Die ab Ende der 1960er Jahre gebauten Dacia 1300 oder 1100 waren Lizenzproduktionen von Modellen des Partners aus Frankreich. Nachdem die Rumänen Anfang der 1990 Jahre den Dacia Nova auf Basis einer Kooperation mit Peugeot entwickelt hatten, übernahm Konkurrent Renault im Jahr 1999 schließlich die Mehrheit bei den Rumänen. Die Strategie von Renault: Dacia sollte auch in Westeuropa als Anbieter von günstigen Limousinen und Kombis etabliert werden. Während die Kernmarke Renault in der 2008 durchschlagenden Krise der Automobilindustrie massive Absatzverluste hinnehmen musste, entwickelte sich die Marke Dacia aufgrund der attraktiven Preise der Modelle und trotz deren abgespeckter Sicherheitstechnik zum Umsatzbringer für die französische Konzernmutter.
Limousinen, Kombis und Pickups von Dacia
In der Vor-Renault-Ära bot Dacia noch vornehmlich für die osteuropäischen Märkte gefertigte Limousinen der Baureihen Nova und Supernova sowie den 2003 vorgestellten Nachfolger Dacia Solenza an. Mit dem erstmals 2004 gezeigten Dacia Logan führte Renault seine Zweitmarke des Niedrigpreissegments dann verstärkt auch in anderen Ländern ein. Gefertigt wurde der Dacia Logan als Stufenheck-Limousine, Kombi sowie in einer Pickup-Version. Im Baujahr 2008 stellte Dacia mit dem Sandero eine Kleinwagen-Limousine vor, die auf dem Renault Clio basierte und mit den vom Logan bekannten Motoren ausgestattet war.