Mit Joint Ventures und Lizenzbauten etabliert sich China Automobile am Markt
Der offiziell First Automotive Works (FAW) genannte chinesische Fahrzeughersteller China Automobile wurde im Jahr 1956 gegründet und avancierte zu einem der drei größten chinesischen Unternehmen des Automobilsektors. Neben Pkw und Motoren wurden auch Busse und Lastwagen unterschiedlicher Gewichtsklassen gefertigt. Kennzeichen der Pkw des Herstellers: Es handelte sich um lizensierte Nachbauten arrivierter Autokonzerne oder um Fahrzeuge, die in Joint Ventures gefertigt wurden. Kooperationen bestanden seit den 1990er Jahren etwa mit Mazda, Toyota und Volkswagen. So produzierte VW mit China Automobile/FAW als Joint Venture die Baureihen Jetta, Bora, Audi A 4 sowie eine Langversion des Audi A 6. Darüber hinaus stellte FAW eigenständig Limousinen, Minivans und Sport Utility Vehicles (SUV) auf der Basis von Lizenzen ausländischer Partner her.
Limousinen, SUV und Kleintransporter von China Automobile/FAW Als Einstiegsmodell bot China Automobile/FAW den auf Basis des Daihatsu Move gefertigten Jiaxing Minivan an. In der Kleinwagenklasse stand der als Fünftürer und Stufenheck-Limousine gebaute Vita C 1 nach dem Vorbild des Daihatsu Charade im Programm. Unter der Marke Haima kamen zudem die Hainan CA 7130 auf Basis des Mazda 323 sowie die Haima Family auf Grundlage des Mazda Protege als Mittelklassemodelle auf den Markt. Ergänzt wurde die Produktpalette in diesem Segment von der Limousine Besturn, die sich am Mazda6 orientierte. Als Limousine der Oberklasse brachten die Chinesen ihren Hongqi in vier unterschiedlichen Versionen heraus, die sich je nach Ausführung am Audi 100, Lincoln Town Car oder am Toyota Crown anlehnten. In der CA-Baureihe wurden SUV und Pickups auf Grundlage des Toyota Land Cruiser sowie abgeleitet vom Daihastu Hijet Minitransporter gefertigt, die auch unter dem Markennamen Huali verkauft wurden.