Sportwagen für Individualisten vom Start-up-Unternehmen Artega
Als Kleinserienhersteller wurde das Unternehmen Artega im Jahr 2007 auf Initiative des Autozulieferers Paragon im westfälischen Delbrück gegründet und kurz darauf mehrheitlich von Paragon-Chef Klaus Dieter Frers übernommen. Ziel des Unternehmens war es, einen selbst entwickelten Sportwagen mit von Paragon zugelieferter Elektronik zu produzieren. Mit im Team waren ein ehemaliger Maserati-Chef, ein früherer Porsche-Konstrukteur, ein ehemaliger BMW-Manager und der Designer Hardy Essig, der schon für Aston Martin gearbeitet hatte und das Modell Artega GT als erste Baureihe des Start-up-Unternehmens entwarf. Der Prototyp des Artega GT wurde auf dem Genfer Autosalon im Jahr 2007 der Öffentlichkeit präsentiert. Im selben Jahr wurde das Werk in Delbrück eröffnet. Nachdem der Produktionsstart dort mehrfach wegen Zulieferer-Problemen verschoben werden musste, sollten die ersten Artega GT und eine Intro 2008 getaufte Sonderedition des Artega GT schließlich im Frühjahr 2009 an die Kunden ausgeliefert werden.
Das Coupé Artega GT
Breit wie eine Oberklasse-Limousine, kurz wie ein Kleinwagen, dabei so flach und so stark motorisiert wie ein Supersportwagen, diese Charakteristika sollten den Artega GT nach dem Willen seiner Erbauer als Coupé für Individualisten attraktiv machen. Verbaut wurde ein Direktschaltgetriebe von VW, das sich wahlweise mit Schalthebel oder Lenkradwippen bedienen ließ. Der V6-Motor mit 3,6 Litern Hubraum leistete 220 kW (300 PS) und beschleunigte den Artega GT mit seiner vollständig aus Leichtkunststoffen gefertigten Karosserie bis auf rund 270 km/h. Die Hundertermarke sollte der Artega GT in 4,8 Sekunden erreichen.